Altbauten prägen das Bild vieler Städte und Regionen in Deutschland: Sie stehen für Charakter, Geschichte und eine Bauqualität, die sich deutlich von modernen Neubauten unterscheidet. Gleichzeitig bringen alte Häuser besondere Anforderungen mit sich, vor allem beim Versicherungsschutz. Bauweise, Substanz und Wiederherstellungskosten lassen sich nicht mit standardisierten Tarifen vergleichen, die auf moderne Gebäude ausgelegt sind.
Im Kontext dieses Artikels umfasst der Begriff Altbau auch typische Gründerzeithäuser, wie sie in vielen deutschen Städten bis heute ganze Straßenzüge prägen. Sie zählen aufgrund ihrer Bauweise, Materialien und Entstehungszeit zu den klassischen Altbauten und bringen vergleichbare Anforderungen an den Versicherungsschutz mit sich.
In diesem Artikel erfahren Sie:
👉 was ein Altbau ist und ab wann ein Gebäude als Altbau gilt
👉 worauf es bei der Gebäudeversicherung für Altbauten wirklich ankommt
👉 welche Besonderheiten alte Häuser beim Versicherungsschutz mit sich bringen
Ziel ist es, Ihnen eine klare Orientierung zu geben. Sie sollen nach der Lektüre einschätzen können, ob Ihr bestehender Versicherungsschutz zu Ihrem Altbau passt oder ob Handlungsbedarf besteht.
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Was ist ein Altbau?
Der Begriff Altbau ist im allgemeinen Sprachgebrauch fest verankert, dennoch existiert keine einheitliche rechtliche oder bautechnische Definition. Gemeint sind in der Regel Wohnhäuser, die deutlich älter sind als moderne Neubauten und in einer Zeit errichtet wurden, in der Bauweisen, Materialien und technische Standards grundlegend anders waren als heute. Altbauten stehen damit für eine gewachsene Bausubstanz, die über Jahrzehnte genutzt, verändert und weiterentwickelt wurde. Zu den bekanntesten Altbauformen zählen auch die sogenannten Gründerzeithäuser, die vor allem in urbanen Lagen zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert errichtet wurden.
Wichtig ist dabei: Ein Altbau ist nicht automatisch denkmalgeschützt. Während einige Gebäude offiziell unter Denkmalschutz stehen oder Teil eines Ensembles sind, gelten viele andere als alte Bestandsgebäude ohne formalen Schutzstatus. Dennoch weisen sie häufig ähnliche bauliche Eigenschaften auf. Genau diese Mischung aus Alter, Bauweise und individueller Entwicklung macht den Begriff Altbau so vielschichtig.
Ab wann gilt ein Haus als Altbau?
In der Praxis orientiert sich die Einordnung eines Altbaus meist am Baujahr. Häufig gelten Häuser als Altbau, wenn sie vor dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden. Teilweise werden auch Gebäude aus der frühen Nachkriegszeit bis in die 1950er oder frühen 1960er Jahre einbezogen, da sich Bauweise und technische Standards erst danach grundlegend verändert haben.
Entscheidend ist dabei weniger ein konkretes Datum als vielmehr die bauliche Ausführung. Gebäude aus dieser Zeit wurden meist ohne moderne Dämmkonzepte errichtet, verfügen über andere Wandaufbauten und zeigen handwerklich geprägte Konstruktionen. Auch wenn ein Haus später modernisiert wurde, bleibt das ursprüngliche Baujahr prägend für viele Eigenschaften der Immobilie.
Welche Merkmale zeichnen einen Altbau aus?
Altbauten unterscheiden sich in vielen Punkten deutlich von modernen Wohngebäuden. Diese Unterschiede zeigen sich nicht nur optisch, sondern vor allem im konstruktiven Aufbau und in der technischen Ausführung. Typisch sind massive Wandstärken, historische Dachkonstruktionen und Materialien, die heute kaum noch verwendet werden oder nur mit hohem Aufwand zu ersetzen sind.
Häufige Merkmale von Altbauten sind:
✅ massive Außenwände aus Ziegel, Naturstein oder Mischmauerwerk
✅ hohe Decken und großzügige Raumhöhen
✅ historische Holzdachkonstruktionen
✅ ältere Leitungsführungen und gewachsene Haustechnik
✅ individuelle Grundrisse ohne standardisierte Bauweise
Viele Altbauten wurden im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut oder erweitert. Dadurch unterscheiden sich selbst Häuser gleichen Baujahres oft erheblich voneinander. Genau diese individuelle Entwicklung verleiht Altbauten ihren besonderen Charakter und bildet die Grundlage für alle weiteren Überlegungen rund um Nutzung, Erhalt und Absicherung.
Was muss eine Gebäudeversicherung bei einem Altbau unbedingt leisten?
Ein Altbau unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von einem modernen Wohngebäude. Unterschiedliche Bauphasen, historische Materialien, individuelle Grundrisse und gewachsene Installationen führen dazu, dass der Versicherungsschutz deutlich präziser ausgestaltet sein muss. Eine Altbau Gebäudeversicherung sollte daher nicht nur einzelne Risiken betrachten, sondern das Gebäude als Ganzes erfassen – inklusive aller konstruktiven Besonderheiten.
🔥 Feuer, Sturm und weitere Grundgefahren
Die klassischen Gefahren wie Brand, Blitzschlag, Sturm oder Hagel bilden auch beim Altbau die Basis des Versicherungsschutzes. Aufgrund alter Holzbalkenlagen, großer Dachflächen oder historischer Dachstühle können Schäden jedoch schneller größere Ausmaße annehmen. Entscheidend ist daher, dass diese Grundgefahren nicht nur formal versichert sind, sondern auch den tatsächlichen Wiederherstellungsaufwand eines Altbaus berücksichtigen.
💧 Leitungswasser als häufige Schadenursache
In Altbauten verlaufen Wasserleitungen oft seit Jahrzehnten im Gebäude und wurden im Laufe der Zeit mehrfach ergänzt oder umgebaut. Undichte Rohre, Frostschäden oder schleichende Leckagen gehören zu den häufigsten Schadenursachen. Gerade bei massiven Wandaufbauten und Holzkonstruktionen können sich Wasserschäden weit ausbreiten und hohe Folgekosten verursachen.
🌊 Elementargefahren im städtischen und regionalen Umfeld
Altbauten stehen häufig in dicht bebauten Innenstadtlagen, historischen Ortskernen oder älteren Wohngebieten. Starkregen, Rückstau, Überflutungen oder Schneedruck spielen dabei eine immer größere Rolle. Eine zeitgemäße Altbauversicherung sollte diese Risiken realistisch abbilden, da sie zunehmend zu relevanten Schadenursachen werden.
🧱 Gebäudeteile und Anbauten vollständig berücksichtigen
Viele Altbauten wurden im Laufe der Jahrzehnte erweitert oder ergänzt. Anbauten, Nebengebäude, ausgebaute Dachgeschosse oder ehemalige Wirtschaftsräume gehören häufig dazu. Standardtarife erfassen solche Gebäudeteile nicht immer vollständig. Werden sie nicht korrekt berücksichtigt, kann es im Schadensfall zu erheblichen Leistungslücken kommen.
Ein leistungsfähiger Versicherungsschutz erkennt diese Vielschichtigkeit und bildet den Altbau mit all seinen Besonderheiten vollständig ab. Nur wenn Bauweise, Nutzung und Gebäudestruktur korrekt erfasst sind, lässt sich sicherstellen, dass das Haus im Schadenfall nicht nur repariert, sondern sachgerecht wiederhergestellt wird.
Welche zusätzlichen Versicherungen und Bausteine sind bei Altbauten sinnvoll ?
Nachdem klar ist, welche Leistungen eine Gebäudeversicherung bei einem Altbau grundsätzlich erbringen muss, stellt sich im nächsten Schritt die Frage, welche Absicherung darüber hinaus sinnvoll ist. Denn gerade bei Altbauten reichen klassische Standardlösungen häufig nicht aus, um das gesamte Risiko realistisch abzudecken.
Eine geeignete Altbau Versicherung besteht deshalb nicht nur aus der reinen Wohngebäudeversicherung, sondern aus einem auf das Objekt abgestimmten Gesamtkonzept. Welche Bausteine dabei relevant sind, hängt von Bauweise, Nutzung und Lage des Gebäudes ab.
Neben dem grundlegenden Gebäudeschutz können insbesondere folgende Absicherungen eine wichtige Rolle spielen:
✅ Elementargefahrenversicherung
Altbauten stehen häufig in gewachsenen Ortskernen oder älteren Wohnlagen. Starkregen, Rückstau oder Überflutungen betreffen längst nicht mehr nur klassische Hochwassergebiete. Eine separate Absicherung gegen Elementargefahren ist daher bei vielen Altbauten sinnvoll.
✅ Absicherung von Nebengebäuden und Anbauten
Garagen, Schuppen, Anbauten oder ausgebaute Nebenräume gehören bei Altbauten häufig zur Gesamtstruktur. Wichtig ist, dass diese Gebäudeteile nicht nur pauschal, sondern vollständig und korrekt in den Versicherungsschutz eingebunden sind.
✅ Glasversicherung für historische Fenster und Verglasungen
Alte Fenster, Bleiverglasungen oder große Glasflächen sind anfälliger für Schäden und aufwendig zu ersetzen. Eine Glasversicherung kann hier eine sinnvolle Ergänzung sein, insbesondere bei originaler Substanz.
✅ Haftpflichtabsicherung für Eigentümer
Gerade bei älteren Gebäuden können sich Risiken für Dritte ergeben, etwa durch herabfallende Bauteile oder Schäden an angrenzenden Gebäuden. Eine passende Grundbesitzerhaftpflicht gehört daher zu einer vollständigen Altbauabsicherung.
✅ Absicherung während Sanierungsphasen
Wird ein Altbau saniert oder modernisiert, ändern sich die Risiken. In dieser Zeit kann ein zusätzlicher Versicherungsschutz notwendig sein, um das Gebäude auch während der Bauphase ausreichend abzusichern.
Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der Versicherungen, sondern deren sinnvolle Abstimmung. Eine gute Altbauabsicherung berücksichtigt den aktuellen Zustand des Gebäudes, geplante Maßnahmen und mögliche Risiken im Umfeld.
Wirklich sinnvoll ist eine Gebäudeversicherung für einen Altbau dann, wenn sie nicht isoliert betrachtet wird, sondern als Teil eines abgestimmten Versicherungskonzepts. Genau diese ganzheitliche Sicht sorgt dafür, dass der Altbau nicht nur formell versichert ist, sondern auch in besonderen Situationen zuverlässig geschützt bleibt.
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Wie ist die regionale Verbreitung von Altbauten in Deutschland?
Altbauten sind in Deutschland nicht gleichmäßig verteilt. Ihre regionale Verbreitung hängt stark von der historischen Entwicklung, der Industrialisierung und dem Ausmaß von Kriegszerstörungen ab. Während manche Regionen noch über große zusammenhängende Altbaubestände verfügen, sind sie in anderen Gegenden deutlich seltener zu finden. Besonders prägend sind dabei Gründerzeithäuser mit ihren massiven Außenwänden, hohen Decken und historischen Fassaden.
Häufig finden sich Altbauten in Städten und Regionen, die bereits vor dem 20. Jahrhundert stark gewachsen sind und deren historische Bausubstanz erhalten geblieben ist. Dazu zählen vor allem gewachsene Innenstädte, ehemalige Handelszentren und Regionen mit langer Siedlungsgeschichte.
Typische Schwerpunkte der Altbauverbreitung sind unter anderem:
✔️ Großstädte mit historischer Innenstadt – In Städten wie Berlin, Leipzig oder Dresden prägen Gründerzeithäuser, Altbauwohnungen und historische Stadthäuser bis heute ganze Straßenzüge. Besonders bekannt sind etwa der Prenzlauer Berg in Berlin oder die Südvorstadt in Leipzig.
✔️ Regionen mit geringer Kriegszerstörung – In Teilen Süddeutschlands blieben viele historische Gebäude erhalten, zum Beispiel in Städten wie Regensburg, Bamberg oder Passau. Hier finden sich Altbauten häufig noch in ursprünglicher Bausubstanz.
✔️ Kleinstädte und gewachsene Ortskerne – In historischen Altstädten wie Rothenburg ob der Tauber, Quedlinburg oder Wismar prägen Fachwerkhäuser, Bürgerhäuser und alte Wohngebäude das Stadtbild.
✔️ Ehemalige Industrie- und Handelsregionen – Regionen mit früher Industrialisierung weisen oft dichte Altbaubestände auf, etwa im Ruhrgebiet mit Städten wie Essen oder Bochum oder in Sachsen mit Chemnitz und Zwickau.
Die regionale Verteilung von Altbauten ist nicht nur städtebaulich interessant, sondern auch versicherungstechnisch relevant. Bauweise, Materialien und regionale Bautraditionen unterscheiden sich teils deutlich. Ein Altbau in Norddeutschland mit massiven Ziegelwänden stellt andere Anforderungen als ein historisches Gebäude in Süddeutschland oder ein Gründerzeithaus im Osten des Landes. Gerade deshalb ist es sinnvoll, Altbauten nicht pauschal zu betrachten, sondern ihre regionale Herkunft und typische Bauweise bei der Einschätzung von Risiken und beim Versicherungsschutz mit einzubeziehen.
Welche Risiken sind bei Altbauten besonders relevant?
Altbauten bringen keine exotischen Risiken mit sich. Die Besonderheit liegt darin, dass sich Schäden anders entwickeln und oft deutlich größere Auswirkungen haben. Die folgenden Punkte gehören zu den wichtigsten Risikofaktoren, die bei alten Häusern regelmäßig eine Rolle spielen.
❌ Feuchtigkeit und fehlende Abdichtungen
Viele Altbauten wurden ohne moderne Abdichtungssysteme errichtet. Aufsteigende Feuchtigkeit, durchfeuchtete Sockelbereiche oder Schlagregen an alten Fassaden führen häufig zu Schäden, die sich über Jahre entwickeln und große Wandflächen betreffen.
❌ Gewachsene Leitungsstrukturen
Wasserleitungen wurden in vielen alten Häusern über Jahrzehnte ergänzt oder verlegt. Kleine Undichtigkeiten bleiben dadurch lange unentdeckt und verursachen erhebliche Folgeschäden an Böden, Decken und Wänden.
❌ Historische Dachkonstruktionen
Alte Dachstühle bestehen oft aus massiven Holzkonstruktionen mit großen Spannweiten. Schäden durch Sturm, Feuchtigkeit oder Materialermüdung betreffen selten nur einzelne Stellen, sondern wirken sich häufig auf große Gebäudeteile aus.
❌ Veraltete oder angepasste Elektrik
Elektrische Anlagen wurden in Altbauten oft mehrfach erweitert. Alte Sicherungen treffen auf moderne Nutzung, höhere Dauerlasten und zusätzliche Geräte. Überlastungen und Defekte sind dadurch keine Seltenheit.
❌ Frühere Umbauten und Materialwechsel
Viele Altbauten wurden über Generationen hinweg verändert. Übergänge zwischen alten und neueren Bauteilen sind typische Schwachstellen, an denen Feuchtigkeit, Spannungen oder Materialunterschiede Schäden begünstigen.
Diese Risiken sind typisch für alte Häuser und kein Ausnahmefall. Entscheidend ist daher nicht, ob sie auftreten können, sondern ob der Versicherungsschutz genau auf diese Besonderheiten vorbereitet ist.
Welche Schäden treten bei Altbauten besonders häufig auf?
Schäden an Altbauten entstehen in vielen Fällen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Kleine Auffälligkeiten werden im Alltag häufig unterschätzt, weil sie zunächst harmlos wirken. Erst mit zeitlicher Verzögerung zeigt sich, dass mehrere Bauteile betroffen sind und der Sanierungsaufwand deutlich größer ausfällt als erwartet.
Gerade bei alten Häusern sorgt die Kombination aus gewachsener Bausubstanz, älteren Materialien und nachträglichen Veränderungen dafür, dass sich Schäden anders ausbreiten als in modernen Gebäuden. Der sichtbare Schaden ist dabei oft nur ein Teil des eigentlichen Problems.
Typisches Schadenbeispiel aus der Praxis
In einem Wohnhaus aus den 1920er-Jahren fällt dem Eigentümer eine leichte Verfärbung an einer Innenwand auf. Zunächst wird von einem oberflächlichen Feuchtigkeitsproblem ausgegangen. Erst bei einer genaueren Untersuchung zeigt sich, dass eine alte Wasserleitung im darüberliegenden Geschoss über längere Zeit minimal undicht war.
Das Wasser ist unbemerkt in die Deckenbalken und das angrenzende Mauerwerk gezogen. Am Ende sind nicht nur die betroffene Wand, sondern auch der Bodenaufbau, Teile der Decke und angrenzende Räume beschädigt. Die Sanierung dauert mehrere Wochen und erfordert eine fachgerechte Trocknung sowie handwerkliche Arbeiten an historischer Bausubstanz.
Die Kosten unterscheiden sich dabei deutlich je nach Absicherung und Gebäudetyp:
👉 Bei einem standardisierten Wohngebäude liegen die reinen Reparaturkosten häufig bei etwa 8.000 bis 12.000 Euro, da moderne Materialien schneller austauschbar sind und kürzere Bauzeiten anfallen.
👉 Bei einem Altbau mit passender Absicherung bewegen sich die Kosten für eine sachgerechte Wiederherstellung realistisch im Bereich von 25.000 bis 40.000 Euro, da zusätzliche Leistungen erforderlich sind. Dazu zählen längere Trocknungszeiten, Arbeiten an massiven Wandaufbauten, handwerkliche Instandsetzung von Holzbalken sowie eine deutlich höhere Koordinations- und Bauzeit.
👉 Ohne eine auf Altbauten abgestimmte Gebäudeversicherung besteht die Gefahr, dass ein Teil dieser Mehrkosten nicht übernommen wird und der Eigentümer die Differenz selbst tragen muss.
Solche Schadenverläufe haben bei Altbauten häufig gemeinsame Merkmale:
✔️ der Schaden entwickelt sich schleichend
✔️ er wird erst spät erkannt
✔️ mehrere Bauteile sind gleichzeitig betroffen
✔️ der tatsächliche Wiederherstellungsaufwand wird unterschätzt
Dieses Beispiel verdeutlicht, warum bei Altbauten nicht nur der sichtbare Schaden betrachtet werden darf. Entscheidend ist, ob der Versicherungsschutz auch Folgeschäden, längere Sanierungszeiten und den realen Wiederherstellungsaufwand abbildet. Genau an dieser Stelle zeigt sich, ob eine Absicherung wirklich zum Altbau passt.

Wie melde ich einen Schaden bei einem Altbau richtig?
Bei einem Schaden im Altbau kommt es nicht nur darauf an, dass er gemeldet wird, sondern wie strukturiert und wie frühzeitig. Gerade bei schleichenden Schäden entscheidet die richtige Reihenfolge darüber, ob der gesamte Schadenumfang später berücksichtigt werden kann.
Schritt 1: Schaden möglichst früh melden
Auch wenn das Ausmaß noch nicht vollständig absehbar ist, sollte der Schaden zeitnah angezeigt werden. Bei Altbauten zeigt sich der tatsächliche Umfang häufig erst im Verlauf der nächsten Tage oder Wochen.
Schritt 2: Schadenort und betroffene Bauteile genau beschreiben
Je konkreter beschrieben wird, welche Räume, Bauteile oder Konstruktionen betroffen sind, desto besser kann der Schaden eingeordnet werden. Gerade bei Altbauten betrifft ein Schaden oft mehr als nur die sichtbare Stelle.
Schritt 3: Fotos aus verschiedenen Perspektiven anfertigen
Übersichtsaufnahmen und Detailfotos helfen, den Schadenverlauf nachvollziehbar zu dokumentieren. Auch Veränderungen oder eine Ausweitung des Schadens sollten festgehalten werden.
Schritt 4: Schadenmindernde Maßnahmen durchführen
Provisorische Maßnahmen wie das Abstellen von Wasser oder das Abdecken beschädigter Bereiche sind sinnvoll. Größere Reparaturen sollten jedoch erst nach Rücksprache erfolgen, damit der ursprüngliche Zustand nachvollziehbar bleibt.
Schritt 5: Dokumentation fortlaufend ergänzen
Notizen zum zeitlichen Verlauf, zusätzliche Fotos und aufbewahrte Rechnungen helfen, den Schaden realistisch darzustellen. Das ist besonders wichtig, wenn Folgeschäden auftreten oder sich der Schaden ausweitet.
💡Praxis-Tipp: Notieren Sie bei der Schadenmeldung kurz, wann erste Auffälligkeiten aufgetreten sind und wie sich der Schaden verändert hat. Gerade bei Altbauten erleichtert diese zeitliche Einordnung die spätere Bewertung des Schadenverlaufs.
Was ist bei Altbauten häufig nicht versichert?
Viele Altbauten sind formal versichert und dennoch im Schadensfall nicht ausreichend abgesichert. Der Grund liegt meist nicht im fehlenden Vertrag, sondern in Annahmen, die bei modernen Gebäuden funktionieren, bei alten Häusern jedoch zu Lücken führen. Besonders häufig betrifft das Leistungen, die im Alltag selbstverständlich erscheinen, im Vertrag aber nicht klar geregelt sind.
❌ Historische Materialien und Bauweisen
Standardtarife gehen von modernen Baustoffen aus. Alte Wandaufbauten, massive Natursteinmauern oder historische Holzkonstruktionen werden bei der Wiederherstellung oft nicht in gleicher Art berücksichtigt. Statt einer substanzgerechten Instandsetzung wird vereinfacht repariert.
❌ Der tatsächliche Mehraufwand bei der Wiederherstellung
Altbauten erfordern im Schadensfall häufig längere Trocknungszeiten, spezielle Handwerksbetriebe und individuell abgestimmte Lösungen. Viele Versicherungen kalkulieren diesen zeitlichen und handwerklichen Mehraufwand nicht realistisch ein.
❌ Nicht korrekt erfasste Gebäudeteile
Nebengebäude, alte Anbauten, Scheunen oder nachträglich ausgebaute Bereiche sind bei Altbauten weit verbreitet. Werden diese nicht vollständig oder falsch eingeordnet, besteht für diese Teile kein oder nur eingeschränkter Versicherungsschutz.
❌ Folgeschäden durch schleichende Ursachen
Feuchtigkeit oder Leitungsprobleme verursachen Schäden oft über einen längeren Zeitraum. Solche Schadenverläufe führen regelmäßig zu Diskussionen, wenn Verträge nur auf plötzlich eintretende Ereignisse ausgelegt sind.
❌ Unterversicherung durch falsche Bewertung
Ein besonders häufiger Punkt ist die zu niedrig angesetzte Versicherungssumme. Der Kaufpreis eines Altbaus sagt kaum etwas über den Wiederherstellungswert aus. Ist dieser zu niedrig angesetzt, werden Schäden nur anteilig ersetzt.
Viele dieser Punkte fallen im Alltag nicht auf. Der Versicherungsvertrag wirkt vollständig, der Beitrag wird regelmäßig gezahlt und es entsteht das Gefühl, ausreichend abgesichert zu sein. Erst im Schadenfall zeigt sich, dass bestimmte Leistungen fehlen oder nicht in dem Umfang greifen, der bei einem Altbau tatsächlich erforderlich wäre.
Gerade bei alten Häusern entscheidet nicht die formale Existenz einer Gebäudeversicherung, sondern ob Bauweise, Substanz und der reale Wiederherstellungsaufwand korrekt berücksichtigt wurden. Genau hier liegen die typischen Lücken, die bei einer nicht auf Altbauten abgestimmten Absicherung erst im Ernstfall sichtbar werden.
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Wie wird die Versicherungssumme für einen Altbau richtig ermittelt?
Die Ermittlung der richtigen Versicherungssumme ist bei einem Altbau ein zentraler Punkt für einen funktionierenden Versicherungsschutz. Kaum ein Gebäudetyp weist eine so große Differenz zwischen dem gezahlten Kaufpreis und den tatsächlichen Wiederherstellungskosten auf. Der Marktwert eines Altbaus wird stark von Lage, Zustand und Modernisierungsbedarf beeinflusst. Im Schadenfall spielt dieser Wert jedoch keine Rolle. Entscheidend ist allein, was es kosten würde, das Gebäude heute in gleicher Art und Qualität wieder aufzubauen.
Warum der Kaufpreis keine geeignete Grundlage ist
Gerade bei Altbauten liegt der Wiederherstellungswert häufig deutlich über dem ursprünglichen Kaufpreis. Massive Wandaufbauten, historische Dachkonstruktionen, individuelle Grundrisse und handwerkliche Leistungen lassen sich nicht mit pauschalen Quadratmeterwerten abbilden. Hinzu kommt, dass viele Gebäude über Jahrzehnte erweitert, umgebaut oder modernisiert wurden. Wird dieser Mehraufwand nicht berücksichtigt, entsteht schnell eine Unterversicherung.
Anschauliches Beispiel zur Unterversicherung
Ein Eigentümer versichert seinen Altbau mit einer Versicherungssumme von 400.000 Euro. Die realistischen Wiederherstellungskosten liegen jedoch bei 800.000 Euro, da Bauweise, Materialien und handwerklicher Aufwand höher sind als angenommen. Das Gebäude ist damit nur zu 50 Prozent korrekt versichert.
Kommt es zu einem Leitungswasserschaden mit einer Schadenhöhe von 60.000 Euro, erfolgt die Regulierung anteilig:
👉 tatsächlicher Schaden: 60.000 Euro
👉 Versicherer zahlt: 30.000 Euro
👉 Eigentümer trägt selbst: 30.000 Euro
Diese Kürzung entsteht unabhängig von der Schadenursache. Sie ergibt sich ausschließlich daraus, dass die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt wurde.
Wie der Gebäudewert in der Praxis ermittelt wird
In der deutschen Wohngebäudeversicherung bildet der sogenannte Wert 1914 die Grundlage für die Ermittlung der Versicherungssumme. Er stellt die damaligen Baukosten dar und wird über einen Baupreisindex auf heutige Kosten hochgerechnet. Dadurch werden allgemeine Kostensteigerungen automatisch berücksichtigt.
Bei Altbauten ist diese Bewertung jedoch besonders anspruchsvoll. Unterschiedliche Bauphasen, Mischkonstruktionen, Anbauten oder ausgebaute Dachgeschosse müssen korrekt erfasst werden. Fehler entstehen häufig dann, wenn Bauweisen falsch eingeordnet oder der handwerkliche Mehraufwand unterschätzt wird.
Digitale Bewertungssysteme liefern hierfür eine wichtige Grundlage. Sie ersetzen jedoch nicht die objektbezogene Einschätzung. Erst die Kombination aus strukturierter Datenerfassung und fachlicher Bewertung führt bei Altbauten zu einer realistischen Versicherungssumme. Sie ist entscheidend, um Unterversicherung zu vermeiden und im Schadenfall eine vollständige Wiederherstellung zu ermöglichen.

Welche Rolle spielen Sanierungen und Modernisierungen bei der Altbau-Versicherung?
Sanierungen und Modernisierungen verändern einen Altbau oft stärker, als vielen Eigentümern bewusst ist. Sie verbessern den Wohnkomfort, erhöhen den Gebäudewert und wirken sich damit unmittelbar auf den Versicherungsschutz aus. Genau deshalb spielen sie bei der Altbau Versicherung eine zentrale Rolle.
Grundsätzlich gilt: Jede bauliche Maßnahme, die den Wiederherstellungsaufwand erhöht, sollte auch in der Versicherungssumme berücksichtigt werden. Bleibt diese Anpassung aus, kann trotz vermeintlich ausreichender Absicherung eine Unterversicherung entstehen.
Besonders relevant für den Versicherungsschutz sind unter anderem folgende Maßnahmen:
✔️ Dachsanierungen oder Neueindeckungen – Ein erneuertes Dach erhöht den Wiederherstellungswert erheblich, da moderne Materialien, zusätzliche Dämmungen und längere Bauzeiten berücksichtigt werden müssen.
✔️ Erneuerung von Heizungsanlagen – Neue Heizsysteme gelten als fester Bestandteil des Gebäudes und müssen im Schadenfall in gleicher Qualität ersetzt werden.
✔️ Austausch von Wasser- und Abwasserleitungen – Moderne Leitungen erhöhen den technischen Standard des Hauses und wirken sich direkt auf den Wiederherstellungsaufwand aus.
✔️ Modernisierung der Elektrik – Neue Verteiler, Sicherungssysteme und Leitungsführungen verändern die technische Ausstattung und erhöhen den Gebäudewert.
✔️ Ausbau von Dachgeschoss oder Nebenräumen – Zusätzlich geschaffene Wohnfläche steigert den Wiederherstellungswert und sollte immer in der Versicherungssumme abgebildet sein.
Hinweis: Sanierungen und Modernisierungen sollten zeitnah in den Versicherungsunterlagen berücksichtigt werden. Bleibt die Versicherungssumme unverändert, kann sich trotz umfangreicher Investitionen eine Unterversicherung ergeben, die im Schadenfall zu Leistungskürzungen führt.
Welche Fördermöglichkeiten und Steuervorteile gibt es für Altbauten?
Die Sanierung oder Modernisierung eines Altbaus ist häufig deutlich aufwendiger als bei einem Neubau. Alte Bausubstanz, individuelle Konstruktionen und gewachsene Gebäudestrukturen führen dazu, dass Maßnahmen technisch anspruchsvoller und kostenintensiver ausfallen. Genau deshalb gibt es für Altbauten eine Reihe von Förderungen und steuerlichen Erleichterungen. Viele Eigentümer unterschätzen diesen Punkt, dabei können Zuschüsse, steuerliche Abzüge und günstige Finanzierungen die Gesamtkosten spürbar senken. Welche Unterstützung im Einzelfall möglich ist, hängt stark vom Bundesland, der Nutzung des Gebäudes und dem baulichen Zustand ab.
Steuerliche Förderungen für Altbauten
Besonders relevant wird das Thema, wenn ein Altbau oder einzelne Gebäudeteile unter Denkmalschutz stehen oder als erhaltenswert eingestuft sind. In diesen Fällen greifen spezielle steuerliche Regelungen, die Sanierungen deutlich attraktiver machen können.
✅ Denkmal-AfA (§ 7i EStG) – Vermieter können einen großen Teil der denkmalbedingten Sanierungskosten über mehrere Jahre abschreiben. Dadurch werden hohe Investitionen schrittweise steuerlich ausgeglichen.
✅ Sonderausgabenabzug (§ 10f EStG) – Bei selbstgenutzten denkmalgeschützten Altbauten lassen sich Sanierungskosten anteilig über zehn Jahre hinweg steuerlich geltend machen.
✅ Energetische Sanierungsförderung (§ 35c EStG) – Maßnahmen wie Dämmung, Fenstertausch, Heizungserneuerung oder energetische Verbesserungen können mit bis zu 20 Prozent steuerlich gefördert werden, unabhängig davon, ob das Gebäude unter Denkmalschutz steht.
Praxis-Tipp: Bei denkmalgeschützten Altbauten müssen Maßnahmen vorab mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden. Ohne diese Genehmigung entfällt der steuerliche Vorteil vollständig. Die Abstimmung lohnt sich jedoch in den meisten Fällen, da viele typische Altbaumaßnahmen förderfähig sind.
Zuschüsse und finanzielle Unterstützung für Altbausanierungen
Neben steuerlichen Erleichterungen gibt es zahlreiche nationale und regionale Förderprogramme. Diese zielen darauf ab, bestehende Bausubstanz zu erhalten, energetische Verbesserungen umzusetzen und Ortsbilder langfristig zu sichern.
✅ KfW-Förderung – Zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für energetische Maßnahmen wie Dämmung, Heiztechnik, Fenstertausch oder erneuerbare Energien. Gerade bei Altbauten mit hohem Energiebedarf spielt diese Förderung eine zentrale Rolle.
✅ Landes- und Kommunalprogramme – Viele Bundesländer und Städte fördern gezielt die Sanierung von Altbauten, insbesondere in historischen Ortskernen, Sanierungsgebieten oder bei erhaltenswerter Bausubstanz.
✅ Regionale Entwicklungsprogramme – In bestimmten Regionen stehen zusätzliche Mittel für die Revitalisierung alter Gebäude, die Umnutzung von Altbausubstanz oder die Stärkung gewachsener Wohnstrukturen zur Verfügung.
Wo werden Förderungen beantragt?
Die Zuständigkeiten unterscheiden sich je nach Förderart:
👉 steuerliche Vorteile – über die Einkommensteuererklärung beim Finanzamt, häufig mit Bescheinigung der Denkmalbehörde
👉 energetische Programme – über Energieberater, KfW oder die eigene Hausbank
👉 regionale Zuschüsse – bei Landesbehörden, kommunalen Stellen oder regionalen Förderinstitutionen
Da Förderprogramme je nach Bundesland unterschiedlich ausgestaltet sind, lohnt sich immer ein Blick auf regionale Angebote. Einige Länder fördern gezielt den Erhalt historischer Altbauten, andere setzen Schwerpunkte auf Energieeffizienz oder innerörtliche Sanierung.
Warum Förderungen bei Altbauten besonders wertvoll sind
Sanierungen an Altbauten sind selten Standardmaßnahmen. Massive Wandaufbauten, alte Tragwerke, historische Details und individuelle Grundrisse führen häufig zu höheren Kosten als bei modernen Gebäuden. Förderungen können hier entscheidend dazu beitragen, Maßnahmen wirtschaftlich tragfähig zu machen und langfristig umzusetzen.
Hinweis: Wer größere Sanierungen plant, sollte Förderungen, steuerliche Aspekte und den Versicherungsschutz gemeinsam betrachten. Eine abgestimmte Planung sorgt dafür, dass Investitionen sinnvoll genutzt werden und sich der Aufwand langfristig auszahlt.
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Wann sollte der Versicherungsschutz eines Altbaus überprüft werden?
Ein Altbau ist kein statisches Gebäude. Nutzung, Ausstattung und Substanz verändern sich oft schleichend über Jahre hinweg. Sanierungen, Modernisierungen oder kleine bauliche Anpassungen erfolgen häufig in Etappen und werden im Alltag schnell zur Selbstverständlichkeit. Genau deshalb sollte auch der Versicherungsschutz nicht als einmalige Entscheidung verstanden werden, sondern als etwas, das regelmäßig überprüft und an den tatsächlichen Zustand des Gebäudes angepasst wird.
Gerade bei Altbauten entstehen Versicherungslücken selten durch fehlende Verträge, sondern durch Annahmen, die im Laufe der Zeit nicht mehr zutreffen. Was beim Abschluss der Versicherung korrekt war, kann einige Jahre später bereits überholt sein. Eine gezielte Überprüfung hilft dabei, solche Abweichungen frühzeitig zu erkennen und den Schutz auf dem aktuellen Stand zu halten.
Eine Anpassung oder Überprüfung des Versicherungsschutzes ist insbesondere dann sinnvoll:
✔️ nach Sanierungen oder Modernisierungen, etwa bei Dacharbeiten, neuen Heizsystemen, erneuerten Leitungen oder zusätzlicher Wohnfläche
✔️ bei baulichen Veränderungen wie Anbauten, Nutzungsänderungen oder der Einbindung weiterer Gebäudeteile
✔️ nach dem Kauf eines Altbaus oder einem Eigentümerwechsel, da bestehende Verträge häufig auf frühere Annahmen beruhen
✔️ bei veränderten Risiken im Umfeld, zum Beispiel durch neue Bebauung, geänderte Entwässerungssituationen oder zunehmende Starkregenereignisse
✔️ in regelmäßigen Abständen, auch ohne konkrete Veränderungen, um sicherzustellen, dass der Versicherungsschutz weiterhin zur tatsächlichen Gebäudesituation passt
Eine solche Überprüfung dient nicht dazu, den Versicherungsschutz ständig zu verändern, sondern ihn stabil zu halten. Ziel ist es, dass Bauweise, Nutzung und Risikolage des Altbaus korrekt abgebildet bleiben. Gerade bei älteren Gebäuden mit individueller Substanz sorgt diese regelmäßige Betrachtung dafür, dass der Versicherungsschutz im Schadenfall nicht nur formal besteht, sondern auch praktisch greift.
Fazit: Altbauten richtig versichern
Altbauten unterscheiden sich deutlich von modernen Wohngebäuden. Bauweise, Materialien und gewachsene Strukturen führen dazu, dass Risiken anders wirken und Schäden häufig komplexer verlaufen. Genau deshalb reicht ein standardisierter Versicherungsschutz bei alten Häusern oft nicht aus.
Entscheidend ist, ob der Versicherungsschutz den Altbau in seiner tatsächlichen Substanz abbildet und Veränderungen über die Zeit berücksichtigt. Sanierungen, Umbauten und regionale Besonderheiten spielen dabei ebenso eine Rolle wie der reale Wiederherstellungsaufwand im Schadenfall.
Wer einen Altbau besitzt oder erwirbt, sollte den Versicherungsschutz daher nicht als einmalige Entscheidung verstehen. Eine regelmäßige Überprüfung hilft, Lücken zu vermeiden und sicherzustellen, dass der Schutz dauerhaft zum Gebäude passt.
Altbauten erfordern eine Absicherung, die ihrer Individualität gerecht wird. Wird das Gebäude ganzheitlich betrachtet, bleibt sein Wert langfristig geschützt.
FAQ – Altbau & Gebäudeversicherung
Als Altbau gelten in der Praxis Gebäude, die vor dem Zweiten Weltkrieg oder teilweise bis in die 1950er- bzw. frühen 1960er-Jahre errichtet wurden. Entscheidend ist weniger das Baujahr als die historische Bauweise und Substanz.
Ja, Gründerzeithäuser gehören aufgrund ihrer Bauweise, Materialien und Entstehungszeit zu den klassischen Altbauten. Sie bringen vergleichbare Anforderungen an den Versicherungsschutz mit sich.
Standardtarife sind auf moderne Bauweisen ausgelegt und berücksichtigen den tatsächlichen Wiederherstellungsaufwand eines Altbaus häufig nicht. Historische Materialien, massive Wandaufbauten und längere Sanierungszeiten bleiben dabei oft unberücksichtigt.
Typisch sind Leitungswasserschäden, Feuchtigkeitsschäden und Schäden an historischen Dachkonstruktionen. Diese breiten sich oft schleichend aus und betreffen mehrere Bauteile gleichzeitig.
Unterversicherung liegt vor, wenn die Versicherungssumme unter den tatsächlichen Wiederherstellungskosten liegt. Im Schadenfall werden Kosten dann nur anteilig ersetzt, unabhängig von der Schadenursache.
Der Kaufpreis sagt nichts über die heutigen Wiederherstellungskosten aus. Gerade bei Altbauten liegen diese oft deutlich höher als der gezahlte Kaufpreis.
Eine Überprüfung ist besonders nach Sanierungen, Umbauten oder Nutzungsänderungen sinnvoll. Auch ohne konkrete Veränderungen sollte der Schutz regelmäßig angepasst werden.
Nein, Nebengebäude und spätere Anbauten müssen korrekt erfasst und ausdrücklich berücksichtigt werden. Andernfalls können im Schadenfall erhebliche Leistungslücken entstehen.

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